TALEXX LED-Systeme

FAQ: Häufig gestellte Fragen


  1. Welcher Schutzart entsprechen die LED-Module und LED-Driver von Tridonic?
    • LED-Module zum Einbau besitzen keinen IP-Schutz, sofern nicht anders angegeben (z.B. TALEXXchain P511 IP67 CRYSTAL). Der IP-Schutz muss von der Leuchte erfüllt werden. Die IP Schutzart der TALEXXengine ist im jeweilige Datenblatt angegeben. Sofern nicht anders angegeben, entsprechen TALEXXdriver-Module der Schutzart IP20.

  2. Kann ich meine LED-Module auf der Sekundärseite des LED-Drivers schalten?
    • Nein, es ist nur das primärseitige Schalten erlaubt. Kein Anschluss von LED-Modulen an LED-Driver im laufenden Betrieb.

  3. Wie ist die maximale Kabellänge zwischen LED-Driver und LED-Modul?
    • Die maximale Kabellänge zwischen LED-Driver und LED-Modul ist 2 m (4 m Schleife).

      LED-Driver sind empfindlich gegenüber Kapazitäten am Ausgang. Eine zu hohe Kapazität kann zu Fehlfunktionen führen oder der LED-Driver schaltet sich ab. Längere Kabel können funktionieren, aber es gibt von unserer Seite keine Garantie weil sich die Länge außerhalb der Spezifikation befindet.


  4. Müssen LED-Module gekühlt werden?
    • Für LED-Module, bei denen eine zusätzliche Kühlung erforderlich ist, werden die empfohlene Kühlkörperfläche und der Rth im Datenblatt angegeben. Die angegebene Kühlfläche kann je nach Einbaulage abweichen. Die maximale tc-Temperatur ist zwingend einzuhalten.

  5. Welche Normen gelten für die LED-Module?
    • Die relevanten Normen sind in den jeweiligen Datenblättern angeführt. In der Regel sind dies die EN 62031 und die EN 62471.

  6. Lagerungsbedingungen für LED-Produkte
    • TALEXX-Module werden am besten im Anlieferzustand, originalverpackt oder in dunkler Umgebung gelagert.
      Der zulässige Lagertemperaturbereich sowie der zulässige Lagerluftfeuchtigkeitsbereich sind in den Datenblättern angeführt.

  7. Bedeutet „Schutzschicht“, dass das Produkt wasserdicht/wasserfest ist?
    • Nein.

      Die LED-Module sind mit einer Schutzschicht versehen, welche gegen oberflächliche Betauung (gemäß JEDEC JESD22 A100C) und hohe Luftfeuchtigkeit schützt. Bei Beschädigung dieser Schutzschicht (z.B. durch Lötarbeiten) muss sie anschließend wiederhergestellt werden.


  8. Was muss beachtet werden, wenn LED-Module eingegossen werden?
    • Der Verguss von LED-Modulen ist nicht zulässig.

  9. Muss bei der Verarbeitung von LED-Modulen auf ESD-Schutz geachtet werden?
    • Ja. TALEXX-Produkte sind elektronische Komponenten und als solche empfindlich gegen elektrostatische Entladung.
      Zur Vermeidung von ESD-Schäden müssen Module in ESD-geschützter Umgebung gehandhabt, verpackt und gelagert werden. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Dokument "EOS/ESD-Richtlinien".

  10. Welchen Einfluss hat die Umgebungstemperatur auf die Vorwärtsspannung von LED-Modulen?
    • Die Vorwärtsspannung ist unter anderem abhängig von der Umgebungstemperatur. Bei tieferen Temperaturen ist die Vorwärtsspannung höher.

  11. Welchen Einfluss hat die Umgebungstemperatur auf den Lichtstrom von LED-Modulen?
    • Je besser das Thermomanagement der LED ist, desto höher der Lichtstrom.

  12. Welches Normsystem wird für Farbort/Farbtoleranzen verwendet?
    • Für alle aktuellen Produkte wird das Farbsystem CIE1931 verwendet.

  13. Wie hoch ist der Anteil an UV/IR-Strahlung im abgestrahlten Licht bei TALEXX LED?
    • Das von TALEXX LEDs emittierte Lichtspektrum enthält weder UV- noch IR-Anteile.

  14. Gilt die Laserklassifizierung auch für LEDs?
    • Nein, die "Lasernorm" gilt nicht für TALEXX LEDs. Stattdessen gilt die Norm EN 62471.

  15. Was ist der Ra, Rff Farbwiedergabeindex?
    • Die Farbwiedergabe (Ra) ist im jeweiligen Datenblatt angegeben. Der Rff ist ein spezieller Farbwiedergabeindex für die Beleuchtung von Fleisch und Fleischerzeugnissen.

  16. PWM-Dimmung und Fernsehkameras – was ist zu beachten?
    • Wir können mit unseren Geräten "TV ready" nicht garantieren. Die zur Gewährleistung einer flacker- und flimmerfreien Aufnahme erforderliche Frequenz hängt stark vom Kameratyp ab. Während für manche Anlagen 300 Hz bereits ausreichen können, sind für andere Fernsehstudios möglicherweise weit höhere Frequenzen nötig. Bei unseren Produkten mit PWM-Dimmung setzen wir eine Frequenz von mindestens 500 Hz ein. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, dass kein Flackern oder Flimmern auftritt, verwenden Sie bitte eines unserer amplitudengedimmten Produkte.
       
       

      Logarithmische im Vergleich zu linearer Dimmkurve

       

       

       

       

       

       

      Eine lineare Dimmkurve ist die momentan meist genutzte Kennlinie. Die Lichtempfindlichkeit des menschlichen Auges ist nicht linear. Das bedeutet, dass Unterschiede bei geringer Helligkeit deutlich sichtbar sind. Hingegen bei heller Umgebung nicht sichtbar sind.
      Um diese Gegebenheit zu kompensieren wird eine Dimmkurve nach dem DALI Standard verwendet. Diese Dimmkurve ist beinahe exponentiell und kompensiert dadurch die logarithmische Helligkeit in Abhängigkeit des menschlichen Auges.


  17. Ist I-SELECT GEN 2 kompatibel mit I-SELECT GEN 1?
    • Die beiden Generationen sind nicht miteinander kompatibel. Bei GEN 1 gab es auch unterschiedliche Widerstandsbereiche für verschiedene Strombereiche. Bei GEN2 gibt es einen Bereich für alle Strombereiche. Hier kann der Widerstandswert mit folgender Formel berechnet werden:

      R [k] = 5 V / Iout [mA] x 1000

       

       

       

       

       

       

       

       

       


  18. Wie finde ich einen geeigneten LED-Driver für mein LED-Modul, wenn er nicht in der LED-Matrix zu finden ist?
    • Mehrere Parameter müssen geprüft werden, um sicherzustellen, dass alle Werte innerhalb der Grenzwerte liegen. Weitere Informationen finden Sie in den Design-In Guides der LED-Module als auch im Produkthandbuch der LED-Driver.

  19. Welche Auswirkungen kann es auf mein System haben, wenn es innerhalb des Systems zu Spannungsspitzen oder anstiegen kommt?
    • Sofern nicht anders angegeben entsprechen die Spannungen, die der LED-Driver aushalten kann, der im Datenblatt angeführten Norm (IEC 61547, IEC 61000-4-4, IEC 61000-4-5).

      Höhere Spannungen sind im Datenblatt separat angeführt (Beispiel: 4-kV-Driver für industrielle Anwendungen).

      Je nach LED-Driver-Topologie kann ein Teil der Spannung zum Driver Ausgang fließen. Die Höhe dieser Spannung ist ebenfalls im Datenblatt angegeben. Achten Sie also darauf, dass das LED-Modul entweder diese Spannung aushalten muss oder gegenüber der Masse entsprechend isoliert werden muss.


  20. Kann ich dieselbe ready2mains-Programmiereinheit für alle meine PREMIUM- und EXCITE-Produkte verwenden?
    • Ja, das können Sie. Es ist daher nicht nötig, die Programmiereinheit in ihrer Produktionslinie auszutauschen, wenn Sie ein anderes Produkt programmieren möchten.

  21. Kann ein einmal gesetztes LockBit wieder deaktiviert werden?
    • Durch das LockBit wird sichergestellt, dass der LED-Driver auf keinerlei Programmierung über das Netz reagiert. Eine Deaktivierung ist nicht möglich.

  22. Was kann ich tun, wenn ich die Stromstärke ändern möchte, nachdem bereits ein LockBit gesetzt wurde?
    • PREMIUM-Produkte: Sie können einen I-SELECT 2 PLUG verwenden oder den Strom über DALI programmieren.

      EXCITE-Produkte: Sie können einen I-SELECT 2 PLUG verwenden.


  23. Priorität beim Einstellen der Stromstärke
    • Aufgelistet von der höchsten bis zur niedrigsten Priorität für PREMIUM (3 Optionen) und EXCITE (2 Optionen, da kein DALI vorhanden)
       
      • DALI
      • I-SELECT 2 PLUG
      • ready2mains

  24. Wie oft kann ich meinen LED-Driver über ready2mains programmieren, wenn kein LockBit gesetzt wurde?
    • Für PREMIUM-Produkte ist kein Höchstwert angegeben.

      Für EXCITE-Produkte: können höchstens 5 Mal programmiert werden.


  25. Werden Befehle, die vom Programmer/Gateway an die LED-Driver geschickt werden, auf die Netzleitung überlagert oder erfolgt eine direkte Änderung durch Verkürzung der Wellenlänge selbst?
    • Es erfolgt ein geringer Phasenabschnitt am Nulldurchgang, also durch Verkürzung der Wellenlänge selbst.

  26. Wie hoch ist der maximale Abstand zwischen Gateway und der letzten Leuchte?
    • Bei Unterputzeinbau: 100 m

      Bei Schrankeinbau: 400 m


  27. Anzahl der ready2mains-Gateways pro Leitungsschutzautomaten
    • Da die ready2mains-Gateways am Nulldurchgang geschaltet werden, treten keine Probleme mit dem Einschaltstrom auf.

  28. Gibt es eine maximale Anzahl von Schaltern, die gleichzeitig mit dem Gateway verbunden sein können?
    • Nein.

  29. Dimmbereich unserer PREMIUM- und EXCITE-Produkte
    • PREMIUM: Dimmbereich 1-100 %

      EXCITE: Dimmbereich 15-100 %

      Der kleinste erreichbare Dimmlevel ist 15 % der Vollast.
      Bei kleineren Lasten ist der minimal erreichbare Dimmlevel deshalb höher.


  30. Kann jede einzelne Leuchte über ready2mains angesteuert werden?
    • Nein, ready2mains verwendet einseitige Datenkommunikation und -übertragung.

  31. Was passiert, wenn man die DALI-Pins der ready2mains-Programmiereinheit mit einem DALI-Netzwerk verbindet?
    • Wenn im Netzwerk bereits eine DALI-Stromversorgung vorhanden ist, wird die interne Stromversorgung der Programmiereinheit abgeschaltet.

  32. Wie lange dauert es, den Strom für einen ready2mains-LED-Driver mit der Programmiereinheit einzustellen?
    • Etwa 2 Sekunden.