Elektronische Vorschaltgeräte

FAQ: Häufig gestellte Fragen


  1. Warum findet das PC Basic in einem kompakteren Gehäuse Platz?
    • Alle elektronischen Vorschaltgeräte der Serie PC Basic sind für eine Gesamtleistung ≤ 25 W ausgelegt. Die IEC 61000-3-2 erlaubt für diese Einschränkung höhere THD Werte (Total Harmonic Distortion – Oberwellen). Daher ist es möglich, auf einen PFC (power factor corrector) zu verzichten und dies für ein sehr kompaktes Gehäuse zu nutzen.

  2. Welche Lampen-EVG-Kombinationen sind freigegeben?
  3. Die von Ihnen gewünschte Lampen-EVG-Kombination wird in der Lampenmatrix nicht genannt. Darf diese Kombination dennoch verwendet werden?
    • Wenn Sie Ihre gewünschte Lampen-EVG-Kombination in der Lampenmatrix nicht finden, können Sie eine Anfrage an Ihre Verkaufsorganisation stellen. Grundsätzlich empfehlen wir, nur von uns geprüfte Lampen-EVG-Kombinationen zu verwenden, für die auch unsere Garantiebedingungen gelten.

      Siehe auch Lampenmatrix


  4. Müssen nicht dimmbare EVG geerdet werden?
    • Nicht dimmbare elektronische Vorschaltgeräte von Tridonic müssen nicht zwingend geerdet werden und sind für Leuchten der Schutzklasse 2 geeignet. Die Erdung der elektronischen Vorschaltgeräte wird allerdings empfohlen, um das EMV-Verhalten der Leuchte zu optimieren.

  5. Isolationsprüfung von Leuchten
    • Elektronische Betriebsgeräte für Lampen sind empfindlich gegenüber Hochspannungstransienten. Bei der Stückprüfung der Leuchte in der Fertigung muss dies berücksichtigt werden.

      Gemäß IEC 60598-1 Anhang Q bzw. ENEC 303-Annex A sollte jede ausgelieferte Leuchte einer Isolationsprüfung mit 500 VDC während einer Sekunde unterzogen werden. Die Prüfspannung wird zwischen den miteinander verbundenen Klemmen von Phase und Nullleiter und der Schutzleiteranschlussklemme angelegt. Der Isolationswiderstand muss dabei mindestens 2 MΩ betragen.

      Alternativ zur Isolationswiderstandsmessung beschreibt IEC 60598-1 Anhang Q auch eine Spannungsfestigkeitsprüfung mit 1500 VAC (oder 1,414 x 1500 VDC). Um eine Beschädigung von elektronischen Betriebsgeräten zu vermeiden, wird von dieser Spannungsfestigkeitsprüfung jedoch dringendst abgeraten.


  6. Welcher IP-Schutzklasse entsprechen die Geräte von Tridonic?
    • Die Angaben über die IP-Schutzklasse finden Sie im jeweiligen Datenblatt.


  7. Wie viele EVG dürfen an einen Leitungsschutzautomaten angeschlossen werden?
    • Diese Information finden Sie im jeweiligen Datenblatt.

  8. Welches EVG hat welches Prüfzeichen bzw. Zertifikat?
  9. Was sind die Garantiebedingungen für Produkte von Tridonic?
  10. Wie schützt der Intelligent Voltage Guard (IVG) das EVG?
    • Der Intelligent Voltage Guard ist der neue elektronische Wächter von Tridonic. Er zeigt bei der Über- oder Unterschreitung einer gewissen Netzspannung sofort an, dass netzseitig ein Fehler vorhanden sein muss. Gegenmaßnahmen – um eventuellen Schädigungen der Betriebsgeräte vorzubeugen – können rasch ergriffen werden.
       
      • Wird ein Netzspannungswert von 306 V überschritten, fangen die Lampen an, alternierend zu blinken.
      • Dieses Signal „verlangt“ das Abschalten des gesamten Stromkreises der Lichtanlage.
      • Bei einer Netzspannung von weniger als 150 V schalten die Geräte automatisch den Lampenkreis ab, sodass die Betriebsgeräte vor Zerstörung geschützt sind.

  11. Was sind die zulässigen Lampenleitungslängen?
    • Die zulässigen Lampenleitungslängen sind dem jeweiligen Datenblatt zu entnehmen.

  12. Wie kann ich das EMV-Verhalten meiner Leuchte verbessern?
    • Funkentstörung
      Tridonic-Vorschaltgeräte sind funkentstört gemäß EN 55015: 2006 + A1: 2007. Um einen zuverlässigen Betrieb und unkritische Funkstörwerte der Leuchte zu erreichen, empfehlen wir folgende Richtlinien:
      • Verdrahtung der Lampen mit heißen Leitungen möglichst kurz halten (mit * gekennzeichnet)
      • Netzleitungen nicht gemeinsam mit den Lampenleitungen verlegen (ideal 5–10 cm Abstand).
      • Netzleitungen nicht zu dicht entlang des EVG oder der Lampen führen
      • Lampenleitungen verdrillen
      • Abstand der Lampenleitungen zu geerdeten Metallflächen vergrößern
      • Funktionserde am EVG anschließen, über Gerätebefestigung oder über Anschlussklemme
      • Bei Durchgangsverdrahtung Netzleitung verdrillen
      • Netzleitung in der Leuchte kurz halten.

  13. Was ist die automatische Abschaltung?
    • Bei einem Lampendefekt schaltet das Vorschaltgerät ab und geht in Bereitschaftsstellung. Nach dem Lampenwechsel erfolgt ein automatischer Wiederstart.

  14. Wie ist das korrekte Vorgehen zum Lösen eines Drahtes in einer Klemme?
    • Siehe technische Dokumentation Lösen der Drähte von Steckkontakten der IDC Klemme.

  15. Ist der Betrieb einer einzelnen Lampe an einem 2-lampigen EVG möglich?
    • Nein.
      Alle dimmbaren und nicht dimmbaren elektronischen Vorschaltgeräte schalten immer alle Lampen ab, wenn eine Lampe nicht korrekt arbeitet oder nicht angeschlossen ist.

  16. Wie nachteilig ist die Überschreitung der zulässigen sekundären Leitungslänge?
    • Die Leitungslänge hat keinerlei Einfluss auf die Lichtleistung. Bei einer übermäßig langen Leitung werden jedoch die Ladeströme zu hoch für die Erdung. Dadurch kann es zur undefinierten Abschaltung des Vorschaltgeräts und einer Verminderung des Heizstroms kommen, was sich negativ auf die Lebensdauer der Lampe auswirkt. Außerdem können Probleme beim Starten auftreten und das EMV-Verhalten verschlechtert sich.

      Kurz: Die maximal zulässige Leitungslänge sollte nicht überschritten werden. (Die Leitungslänge ist nicht das eigentliche Problem, es geht vielmehr um die Kapazität der Leitungen (abhängig vom Leitungstyp). Ein typischer Wert ist 1 m = 100 pF (variiert von Leitungstyp zu Leitungstyp). Da eine Messung der Leitungskapazität fast unmöglich ist, empfehlen wir die Berechnung mit 1 m.


  17. Ist die Verwendung zweier Lampen mit unterschiedlicher Leistung an einem Vorschaltgerät PC 2/xx PRO M möglich?
  18. Wenn bei einem 2- oder mehrlampigen Gerät eine Lampe ausgeht, leuchtet die andere weiter?
    • Nein.
      Alle dimmbaren und nicht dimmbaren elektronischen Vorschaltgeräte schalten immer alle Lampen ab, wenn eine Lampe nicht korrekt arbeitet oder nicht angeschlossen ist.

  19. Was ist der Unterschied zwischen Warmstart- und Kaltstarttechnologie?
    • Warmstart:
      Korrekt optimierte Zündung von Leuchtstofflampen, wobei die Kathoden an den Lampenenden auf die richtige Temperatur vorgeheizt werden, sodass eine kontrollierte Entladung stattfinden kann. Dies schafft die besten Voraussetzungen für die Maximierung der Lebensdauer der Leuchtstofflampe.

      Kaltstart:
      Zündung von Leuchtstofflampen ohne Vorheizen der Kathoden, bewirkt einen rascheren Verbrauch des Emissionsmaterials der Kathoden.